Die AiD ART M 2024 bündelte all unsere Aktivitäten und machte unsere Ziele sichtbar, erfahrbar und wirksam: Kunst machen, herausgeben, kuratieren und nachhaltig fördern. Sie war nicht nur ein Ausstellungsformat, sondern ein lebendiger Ausdruck unseres Verständnisses von Kunst als gesellschaftliche Kraft.

Als gemeinnützige Kunstmesse verband sie künstlerische Qualität mit sozialem Engagement und schuf einen Raum, in dem ästhetische Praxis und gesellschaftliche Verantwortung zusammenfanden. Dabei ging es nicht nur um Präsentation, sondern um echte Teilhabe: Künstlerinnen und Künstler, Publikum, Wissenschaft und unterschiedliche gesellschaftliche Akteur:innen traten in einen offenen Dialog.

Ein Teil der Erlöse floss direkt an die Ateliers im Delta (AiD) gGmbH und stärkte gezielt die Förderung von Künstlerinnen und Künstlern innerhalb eines nachhaltigen Kunstökosystems. So entstand ein Kreislauf, in dem künstlerische Arbeit nicht nur sichtbar wurde, sondern auch konkret unterstützt und weiterentwickelt werden konnte.

Unser Ziel war es, die AiD ART M langfristig als lebendige Plattform für zeitgenössische Kunst zu etablieren – als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration. Sie sollte Impulse setzen, neue Perspektiven eröffnen und unterschiedliche Zugänge zur Kunst ermöglichen. Dabei verstanden wir kulturelle Teilhabe als zentrales Anliegen: niedrigschwellig, inklusiv und offen für vielfältige Stimmen und Erfahrungen.

Die AiD ART M lud dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern sie als Teil eines größeren Zusammenhangs zu erleben – als Medium, das verband, hinterfragte und neue Denk- und Erfahrungsräume eröffnete.

Die AiD ART M 2024 zeichnete sich durch ein besonderes kuratorisches Konzept aus: Einerseits präsentierte sie zahlreiche Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, die bereits durch Förderungen, Kunstpreise und Rundgangspreise der gemeinnützigen Ateliers im Delta (AiD) gGmbH ausgezeichnet worden waren. Andererseits trugen die Messe selbst sowie die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler mit jedem Verkauf aktiv zur Finanzierung zukünftiger Förderungen und Preise bei – ein nachhaltiger Kreislauf künstlerischer Unterstützung.

Kuratiert wurde die Messe von Thomas Hoffmann (Overhead Galerie) sowie Hannah und Ralf Moser (Ateliers im Delta). Gemeinsam entwickelten sie eine vielfältige Auswahl, die dem Publikum eine außergewöhnliche Mischung aus Positionen der Overhead Galerie und der Ateliers im Delta präsentierte. Das Spektrum reichte von Absolventinnen und Absolventen direkt nach der Hochschule über in der Region etablierte Künstlerinnen und Künstler bis hin zu international erfolgreichen Positionen. Einige der vertretenen Künstlerinnen und Künstler waren zudem durch die regelmäßigen Messeauftritte der Overhead Galerie, etwa auf der ART Karlsruhe, bereits einem breiteren Publikum bekannt.

Auf der AiD ART M 2024 wurden Arbeiten folgender Künstlerinnen und Künstler gezeigt:
Mattania Bösiger, Daria Dobro, Sabine Endres, Isabelle Faragallah, Bettina Hachmann, Gisela Hachmann-Ruch, Bahram Hajou, Paul Hirsch, Jens Hotzel, Gerhard Kilger, Philipp Liehr, Valentina Jaffé, Hannah Moser, Ralf Jochen Moser, Wolf Münninghoff, Dieter Nusbaum, Jessen Oestergaard, Paul Pape, Jaana Rau, Judith Samen, Björn Ruppert, Simone van de Loo, Günther Wilhelm und Thomas Wunsch.
Eine ausführliche Künstlerliste mit Kurzporträts sowie weiterführenden Informationen und Werkangeboten wurde begleitend bereitgestellt.

Die Messe spannte inhaltlich und formal einen weiten Bogen: von Unikaten bis hin zu Auflagenkunst, von kleinen Formaten bis zu raumgreifenden Arbeiten. Besonders hervorzuheben waren künstlerische Ansätze, bei denen das Unikat nicht als Endpunkt, sondern als Ausgangspunkt serieller oder prozesshafter Arbeiten diente. Die präsentierten Gattungen reichten von Malerei und Skulptur bis hin zu neuen Medien, insbesondere solchen, die auf fotografischen Verfahren basierende Editionen hervorbringen.

Ein zentrales Anliegen der AiD ART M war es, Entwicklungen sichtbar zu machen: Sie zeigte, in welche Richtungen sich junge Künstlerinnen und Künstler verschiedener Kunsthochschulen bewegten und wie sie ihren Weg in das etablierte Kunstsystem fanden. Gleichzeitig bot sie eine breite Auswahl für unterschiedliche Sammlungsinteressen – von erschwinglichen Arbeiten bis hin zu hochpreisigen Kunstwerken.

Die AiD ART M richtete sich an ein vielfältiges Publikum: an Sammlerinnen und Sammler, Förderer, Wissenschaftler, Kuratorinnen, Galeristen und Kunstinteressierte gleichermaßen. Sie verstand sich als Plattform für Austausch, Dialog und Vernetzung rund um zeitgenössische Kunst. Dabei eröffnete sie zahlreiche Möglichkeiten, Kunst aktiv zu unterstützen – durch Interesse, Feedback, Spenden oder den Erwerb von Werken.

Veranstaltungsort: Raum S4,17 Mannheim (ehemalige Stadtgalerie)
Laufzeit: 6. Juli bis 4. August 2024
Öffnungszeiten: Freitag 16–21 Uhr, Samstag und Sonntag 11–19 Uhr

RAHMENPROGRAM | SPECIAL EVENTS

DO 04.07.,  18:30  Preview für Presse und geladene Gäste

FR 05.07., 18:30 Eröffnung der Messe.

SO 07.07,, 11:00 Talk Fotografie mit Prof. Dr. Claude Sui vom Reiss Engelhorn Museum, in dem wir die fotografischen Positionen, die sich auf der Messe finden, besprechen.
SO 07.07, 15 Uhr Podiumsdiskussion zur Entwicklung des Kunstmarktes mit dem Rektor der Kunsthochschule Mainz Martin Henatsch, dem Galeristen Thomas Hoffmann aus Münster, dem Künstler und Philosophen Paul Hirsch sowie Ralf Moser von den Ateliers im Delta.

SO 21.07., 15 Uhr Performance „Tanzkamera“ von Paul Pape.

Das vollständige Rahmenprogramm mit weiteren Informationen über alle Events auf der Messe finden sie hier: AiD ART M 2024 | Rahmenprogram