AiD Galerie
Die AiD Galerie ist Teil des AiD Kunstbetriebs, der Kunstprojekte durchführt, sich um öffentliche und private Förderungen kümmert, Ausstellungen kuratiert, Editionen herausgibt, Kunstmessen veranstaltet und das AiD Forum für Kunst betreibt.

Die AiD Galerie in der Giftbox
Seit 2017 ist die AiD Galerie in der „Giftbox“ beheimatet – so nennen wir unser Atelier im Kontext von Ausstellungen. Die „Giftbox“ steht dabei nicht nur für einen physischen Raum, sondern für eine Haltung: konzentriert, pointiert und überraschend.
Ausstellungen:
AiD ART M 2026 – Kunst als Zukunftskraft
Der Eintritt ist an allen Tagen der Messe frei.
Veranstaltungsort: Raum S4,17 Mannheim im Quadrat S4
(ehemalige Stadtgalerie),
Adresse S4, 17
Laufzeit: 7. Juni bis 4. Juli 2026
Öffnungszeiten:
Freitag und Samstag 15–20 Uhr, Sonntag 11–18 Uhr
Im Jahr 2026 setzt die AiD ART M zwei kraftvolle Schwerpunkte: Art meets Science und Zen 42 – erfrischend meditative Kunst. Was zunächst wie zwei unterschiedliche Perspektiven erscheint, entfaltet sich als gemeinsamer Ansatz: ein neues Verständnis von Kunst als aktive Kraft in einer komplexen Welt.
Art meets Science macht diese Kraft dort erfahrbar, wo Wissen entsteht – in der wissenschaftlichen Praxis und im Alltag.
Zen 42 zeigt sie dort, wo Leben gestaltet wird – in der Lebenskunst und im Alltag.
Ein zentraler Anspruch dabei ist die Zugänglichkeit. Schon Lewis Carroll hat gezeigt, dass sich selbst komplexe Zusammenhänge spielerisch erschließen lassen. Was zunächst abstrakt erscheint, wird verständlich, wenn wir es als Entdeckungsraum begreifen.
So verbinden sich Erkenntnis und Erfahrung, Denken und Wahrnehmen, Forschung und innere Orientierung. Kunst wird zur Brücke zwischen Wissenschaft und Alltag – und eröffnet einen Raum, in dem jede und jeder die eigene Position bewusst gestalten und zur Vielfalt beitragen kann.
Auf der AiD ART M 2026 werden Arbeiten folgender Künstlerinnen und Künstler gezeigt:
Manfred Binzer, Gabriele Dahms, Daria Dobrolinski, Sabine Endres, Isabelle Faragallah, Prof. Harald Fuchs, Bettina Hachmann, Bahram Hajou, Paul Hirsch, Prof. Dr. Gerhard Kilger, Suscha Korte, Philipp Liehr, Valentina Jaffé & Vivian Schöchlin, Hannah S. Moser, Ralf Jochen Moser, Wolf Münninghoff, Dieter Nusbaum, Jessen Oestergaard, Björn Ruppert, Dominik Schmitt, Rubica von Streng und Thomas Wunsch.
Art meets Science
Art meets Science bringt künstlerische Positionen zusammen, in denen sich Kunst und Wissenschaft auf Augenhöhe begegnen. Hier wird Kosmologie erfahrbar, Kunst zum Werkzeug der Erkenntnis und zum Impulsgeber für interdisziplinäre Forschung. Sie eröffnet neue Perspektiven auf unsere Welt – reflektierend, verbindend und identitätsstiftend.
Art meets Science entwickelt ein erweitertes Verständnis von Kunst: Kunst wird hier als aktiver Teil von Erkenntnisprozessen verstanden. Kunst bildet Wirklichkeit nicht nur ab, sondern wirkt an ihrer Architektur, ihrer Konstruktion und ihrer Implementierung mit. Sie wird zu einem Raum, in dem neue Formen des Denkens und neue Formen der Kommunikation entstehen.
Daran knüpfen wir an: Wir eröffnen einfache Zugänge zu anspruchsvollen Inhalten, ohne sie zu vereinfachen. So entsteht ein Raum, der Vielfalt nicht nur zeigt, sondern ermöglicht: klar, zugänglich und zugleich offen für Tiefe – und getragen von der Freiheit jedes Einzelnen, eigene Verbindungen zu erkennen und Bedeutung zu entwickeln.

Die Veranstaltungsreihe Art meets Science beginnt mit dem Symposium am 14. Juni 2026 und wird vom Kulturamt der Stadt Mannheim gefördert.
Symposium am 14.6. ab 11 Uhr
Für die Teilnahme ist ein kostenloses Ticket erforderlich.
Ein begleitendes Symposium lädt dazu ein, diese Schnittstellen gemeinsam zu erkunden und weiterzudenken.
Die Inhalte sind entlang folgender Ordnungsebenen und Panels strukturiert:
- Die Architektur der 10000 Dinge des DAO
- Kosmologie & Ordnung
- Interdisziplinäre Praxis
- Kunst als Erkenntnispraxis
- Metakunst und Lebenskunst (Adrian Piper gewidmet)
Die „10.000 Dinge“ des Dao stehen für die Vielfalt der Welt – und für die Freiheit, sie auf eigene Weise zu erkunden, zu ordnen und zu verstehen. Beteiligt sind Künstler:innen an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, darunter: Prof. Harald Fuchs, Prof. Dr. Gerhard Kilger, Paul Hirsch, Hannah Moser, Ralf Moser, Dieter Nusbaum, Dominik Schmitt und Rubica von Streng.
Zen 42 – erfrischen meditative Kunst
Zen 42 – erfrischend meditative Kunst richtet den Blick auf Werke, die den Alltag unterbrechen und neue Ruhe ermöglichen. Jenseits klassischer westlicher und östlicher Denktraditionen entstehen hier künstlerische Räume, die weder belehren noch auflösen wollen, sondern unmittelbar erfahrbar sind. Die Arbeiten wirken als Anker im Alltag – sie öffnen Momente der Klarheit und laden dazu ein, einen eigenen, selbstbestimmten Sinn zu entdecken, der trägt, erfrischt und erfüllt.
Zen 42 erinnert daran, dass wissenschaftliche Erkenntnis allein – so präzise und mächtig sie auch sein mag – unausweichlich ethische Spannungen und Risiken hervorbringt, die sie aus sich selbst heraus nicht auflösen kann. Wissenschaft beschreibt, erklärt und optimiert; doch die Frage, wie wir leben wollen, entzieht sich einer rein wissenschaftlichen Vernunft.
Deshalb sieht Zen 42 die Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft nicht als ästhetisches Beiwerk, sondern als notwendige Bedingung für eine zukunftsfähige Welt. Kunst eröffnet Räume der Erfahrung, der Ambiguität und der Resonanz, in denen Werte nicht verordnet, sondern begriffen, befragt und gelebt werden können. Erst im Zusammenspiel von Erkenntnis und Gestaltung entsteht Orientierung, die über bloße Machbarkeit hinausgeht.
Zen 42 Wochenende 20.-21.6.
Ein Wochenende mit Führungen und Künstlergesprächen lädt dazu ein, Zen 42 gemeinsam zu erkunden und weiterzudenken.
20.6.
15 Uhr: Kuratorenführung
16 Uhr: Gespräch zum Informel
in Malerei und Fotografie
17 Uhr: Gespräch über Zen 42
21.6.
13 Uhr: Gespräch mit Manfred Binzer
14 Uhr: Gespräch mit Bettina Hachmann
15 Uhr: Gespräch mit Björn Ruppert
16 Uhr: Gespräch mit Isabell Faragallah
17 Uhr: Gespräch mit Wolf Münninghoff
Ausstellung
Aura Reloaded

Die Aura des Kunstwerks ist heute keine Eigenschaft des Objekts mehr, sondern spiegelt die Erfahrungen der Betrachtenden. Sie entsteht nicht durch Distanz, sondern durch Nähe, Teilhabe und sinnliche Präsenz – vor allem in immersiven, interaktiven und intuitiven Medienwelten.
Der moderne Aurabegriff geht auf Walter Benjamin zurück. In seinem Essay zur technischen Reproduzierbarkeit beschreibt er Aura als die Einmaligkeit und geschichtliche Präsenz des Kunstwerks im „Hier und Jetzt“. Mit Fotografie und Film wird diese Einzigartigkeit relativiert: Das Werk wird reproduzierbar, mobil und massenhaft zugänglich. Zugleich versteht Benjamin diesen Prozess nicht nur als Verlust, sondern auch als Demokratisierung – Kunst löst sich aus exklusiven Ritualkontexten und wird politisch adressierbar. Aura ist damit immer auch eine Frage von Öffentlichkeit und Teilhabe.
Im weiteren Diskurs verteidigt Theodor W. Adorno die Autonomie der Kunst gegenüber ihrer Vereinnahmung durch die Kulturindustrie. Roland Barthes betont die subjektive Erfahrung des „Punctum“, Susan Sontag reflektiert die veränderte Wahrnehmung im Zeitalter der Bilderflut, und Vilém Flusser analysiert technische Bilder als Resultate von Apparaten und Programmen. Boris Groys erkennt im digitalen Raum neue Formen auratischer Sichtbarkeit, während Jean Baudrillard die Differenz zwischen Original und Kopie grundsätzlich infrage stellt.
Wenn „Aura“ heute – als Jugendwort des Jahres 2024, gewählt vom Langenscheidt – die Ausstrahlung einer Person bezeichnet, zeigt sich eine bemerkenswerte Verschiebung: Aura wird zur sozialen Kategorie von Sichtbarkeit, Wirkung und Anerkennung.
Radar Love thematisiert Idealisierungen rund um Liebe, Partnerschaft und Freundschaft. Die Arbeit transformiert werturteilsbeladene Theorien in offene Lehren, die individuelle Entscheidungen ermöglichen. Sie zeigt Bilder mit idealisierten Symbolen wie konzentrischen Kreisen und Schwänen, die für Treue, Schönheit, Unendlichkeit und eine Liebe über den Tod hinaus stehen. Der Bezug zum Song Radar Love von Golden Earring verweist darauf, dass Idealisierungen aus allen Bereichen des Alltags stammen können. Der erzählerische Kontext hinterfragt diese Ideale – etwa durch die stille Existenz schwuler Schwanenpaare – und eröffnet neue Perspektiven auf das Thema Liebe.

Uncertain Horizons spielt mit multiplen Horizontlinien, die durch Eis, Dickicht oder Spiegelungen entstehen. Diese Mehrdeutigkeit provoziert einen inneren Streit um richtig und falsch im Raum der Möglichkeiten. Die Arbeit fordert visuelle Irritationen heraus, verlässt gewohnte Lösungen und Komfortzonen und eröffnet neue Sichtweisen. Die Metamorphose transformiert zunächst den Problemraum und erweitert dann den Lösungsraum. Dabei wird nicht nur das Verhältnis zur Natur erfahrbar, sondern auch die Tücken der eigenen Wahrnehmung und Denkweise.


Aura Reloaded versteht sich als Einladung zu einem notwendigen Diskurs über Kunst, Medien und Demokratie. Wer erzeugt heute Aura? Wer kontrolliert Aufmerksamkeit? Ist digitale Sichtbarkeit Ausdruck demokratischer Teilhabe – oder neue Hierarchie? Welche Rolle spielen Institutionen, Algorithmen und künstlerische Strategien bei der Produktion von Präsenz?

was trägt inszeniert ein Spiel mit Nähe, Ferne, Zwischenräumen und dem dynamischen Wechselspiel zwischen Kunstwerk und Körper. Die gemeinsame vorherige Arbeit Restrictions bildet die Bühne für was trägt und liefert die Körper-Keramik-Landschaften, aus denen die fotografische Serie ihre Ausschnitte gewinnt und Momente einfriert. Die entstandenen Bilder lassen bewusst offen, welcher Körper welchen trägt und welche Oberfläche warm, kalt, weich oder hart ist. Erst das gedankliche Nachvollziehen des Prozesses erschließt die Zusammenhänge und verankert neue Ausdrucksmöglichkeiten im Bewusstsein der Betrachtenden.
Wir sind dabei 🙂
Wir nehmen mit folgenden Künstlern teil:
Besucht unsern Stand H1/C27 in der Halle 1
Hannah, Ralf, Wolf und AiD auf Instagram zum Messeauftritt auf der art karlsruhe!
Wir werden aber auch unsere Künstlerbücher und Arbeiten von Bettina Hachmann, Paul Hirsch und Thomas Wunsch dabei haben.
Jahresabschluss 2025
Wir blicken auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück und möchten dies gebührend feiern: mit einer exklusiven Weihnachtsmatinée und der Künstlerin Bettina Hachmann.
Freuen Sie sich auf ein Künstlergespräch mit Bettina. Wir beleuchten darin nicht nur ihre künstlerische Entwicklung, sondern auch die fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit mit uns.
Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch! Kommen Sie zahlreich und lassen Sie uns gemeinsam das Jahr ausklingen.
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Ateliers im Delta im kommenden Jahr erstmals an der Art Karlsruhe teilnehmen werden!
Sie finden uns in Halle 1 am Stand der Overhead Gallery, wo wir uns als Gastgalerie präsentieren. Wir werden dort mit einer spannenden Auswahl von Arbeiten und Künstlerbüchern vertreten sein. Viele der Arbeiten, die wir zur Art Karlsruhe mitnehmen werden, können Sie letztmalig im Rahmen der Weihnachtsmatinée besichtigen.

Ausstellung
Das Muster im Chaos
25.10.2025-16.11.2025
geöffnet: Samstag, Sonntag, 15-17 Uhr
Geozentrische Darstellung des Venuszyklus

Mit Sonne (schwarze Bahn; acht Wiederholungen), Venus (rote Bahn; ergibt Pentagram-Mandala) und Verbindungslinien (blau; Erde – Sonne – Venus), Epizyklen
Schon die Sumerer kannten den Zyklus der Venus. Die Zahlen Fünf und Acht wurden dabei mit der Göttin Inanna in Verbindung gebracht, die als Verkörperung des Planeten Venus sowohl als Morgenstern als auch als Abendstern verehrt wurde.
Das Pentagram der Venus für 2020-2028
Der achtstrahlige Stern wurde zum Symbol der Göttin Inanna. Ob auch das Venus-Pentagramm ihr bereits in früher Zeit zugeschrieben wurde oder ob es erst später an Bedeutung gewann, ist bislang ungeklärt.


Drei künstlerische Positionen – vermittelt durch unterschiedliche Kommunikationsmedien – treten in einen offenen Metalog über Ordnung und Unordnung, kollektive Prägung und individuelle Entscheidungsfreiheit sowie über Originalität und Vervielfältigung. Die ausgestellten Werke machen im Erkenntnisprozess des Metalogs Muster im Chaos sichtbar. In verschiedenen Medien und Herangehensweisen laden die Arbeiten von Bettina Hachmann, Hannah S. Moser und Ralf Jochen Moser zur Reflexion über innere Bewegungen, gesellschaftliche Strukturen und persönliche Lebensgestaltung ein.
Der Titel spielt mit Gregory Batesons Idee, dass Muster nicht nur in der Ordnung, sondern gerade im Chaos sichtbar werden – dort, wo sich Systeme öffnen, Wahrnehmung sich wandelt und Kunst zum Erkenntnisprozess wird. Der Begriff Metalog bezeichnet eine Kommunikationsform, die auf mehreren Ebenen Ausdruck dessen ist, worüber gesprochen wird – ein Raum, in dem die Werke nicht nebeneinander stehen, sondern miteinander in einen Metalog treten. Struktur und Auflösung, Empfindung und System, Intuition und Reflexion treten hier in Resonanz und Feedback.
Bettina Hachmann
Ihre Malerei entfaltet sich in Schichten, Öffnungen und atmosphärischen Verdichtungen. Es entstehen fragile Räume, in denen das Unvollkommene zur Stärke wird. Im Vertrauen auf die poetische Kraft des Materials entstehen Muster im Chaos – ein Metalog, der innere Bewegungen sichtbar macht und verbindet.
Hannah S. Moser
Sie nutzt Kunst als Erkenntnisinstrument, um verborgene Denk- und Lebensstrukturen sichtbar zu machen. Ihre Arbeiten hinterfragen kollektive Idealisierungen und eröffnen Räume für selbstbestimmte Reflexion über Freiheit, Sinn und Lebensgestaltung – Muster im Chaos.
Ralf Jochen Moser
Er arbeitet mit Metakunst und kybernetischen Strukturen, um normative Einflussnahmen zu hinterfragen. Seine Werke machen Muster im Chaos sichtbar und regen Denkprozesse an, die individuelle Entscheidungsfreiheit und selbstbestimmte Auseinandersetzung mit zentralen Lebensfragen fördern – ein Metalog, der verbindet.
Events in der Ausstellung
- 🌙 08.11. 15-23 Uhr: Lange Nacht der Kunst und Genüsse
- 🎤 16.11. 17 Uhr: Künstlergespräch mit Hannah S. Moser und Ralf J. Moser
- 🎄 30. November – Weihnachtssoirée
- ab 18 Uhr: gemütliches Beisammensein
- 🎤 ab 19 Uhr: Podiumsdiskussion zur Weihnachtszeit
- 🎄 14. Dezember – Weihnachtsmatinée
- ab 10 Uhr: Matinée mit Frühstück
- 🎤 um 11 Uhr: Künstlergespräch mit Bettina Hachmann
Ausstellung
Topografien des Wandels

Topografien des Wandels I

Topografien des Wandels II
Ausstellung
Extended Zen

Extended Zen

Gerhard Kilger
Ausstellung
Zen 42

Thomas Wunsch

Jessen Oestergard
















